Leichte Panzer

  • Leichte Panzer sind schnelle und wendige Fahrzeuge, deren Stärken vor Allem Mobilität, Sichtweite und Tarnung sind. Diese guten Werte bezahlen sie aber mit einer zumeist mageren Feuerkraft dünner Panzerung.


    Wie der Name schon sagt, sind leichte Panzer schnelle und wendige Fahrzeuge, die meist nur auf ein geringes Gewicht und hohe Geschwindigkeiten kommen. Vor Allem auf den höheren Stufen ist ihre Arbeit zur Aufklärung enorm wichtig. Bevor dies weiter ausgeführt wird, muss diese Klasse zuerst kategorisiert werden.

    In WoT sind die meisten Panzer bis Stufe 3 leichte Panzer und könnten unterschiedlicher nicht sein. Es gibt sowohl langsame und gut gepanzerte Fahrzeuge sowie schnelle eher dünn gepanzerte Fahrzeuge, die leichten Panzer am nächsten sind. In den unteren Stufen sind leichte Panzer durch ihre Variationen dazu da, um angehenden Kommandanten die verschiedenen Fahrzeugklassen und ihre Fahrweise näher zu bringen.

    Erst ab Stufe 4 entspricht tatsächlich jeder leichte Panzer seiner Klassifizierung. Sie ausnahmslos sind schnell und wendig, verfügen zumeist schon über gute Sichtweiten von 250 Metern aufwärts und über vernünftige Tarnwerte.

    Taktik

    Der "First Spot"
    Oftmals unterschätzt wird der sogenannte "First Spot". Idealerweise fährt dabei ein besonders schneller leichter Panzer sofort auf eine aggressive Position auf der Karte, von wo aus er die wichtigsten Zufahrtswege auf der gegnerischen Seite einsehen kann. Dadurch kann die gegnerische Taktik schnell aufgedeckt und unter Umständen schon der erste Schaden ans Gegnerteam gebracht werden. Wichtig für den leichten Panzer ist, auf keinen Fall zu schießen, wenn er nicht aufgedeckt und vernichtet werden will. In dieser Phase ist es oftmals auch möglich, gegnerische leichte Panzer zu kontern. Sollte die Möglichkeit dazu bestehen, auf jeden Fall zuschlagen.

    Hier einige Beispiele für First-Spot-Positionen.


    Schaden und Unterstützungsschaden sammeln
    Der weitere Gefechtsverlauf ist nun komplizierter und situationsabhängiger. Ein gutes Team passt nach dem First Spot die Taktik an und geht mit dem Gegner in den Nahkampf. Hier hat ein leichter Panzer nichts verloren, da ihm die Panzerung für einen solchen Stellungskampf fehlt. Jetzt kann er idealerweise in die Flanke fallen und so den Gegner in Verwirrung stürzen. Hierbei kommt auch die niedrige Durchschlagskraft eines leichten Panzers nicht mehr zum Tragen.

    Wenn das eigene Team sich dazu entschieden hat, zu campen und den Kampf auf Entfernung auszutragen, ist es die Aufgabe des leichten Panzers, die dafür nötigen Aufklärungsarbeiten zu leisten. Dies geht am leichtesten auf Wüstenkarten: Der leichte Panzer fährt bis an die Kuppe der Düne, um kurz drüberzuschauen und dann sofort wieder in Deckung zu kommen. Ambitioniertere Spieler fahren gerne entlang der Kuppe und lassen dabei nur den Turm leicht über die Kuppe schauen. Dadurch kann man schnell große Bereiche aufklären.

    Die Endphase
    Hat das eigene Team das Gegnerteam konsequent aufgeräumt, kann der leichte Panzer nun noch aktiver eingreifen, in die verbliebenen Gegner reinfahren, um nochmal so viel Schaden wie möglich rauszuholen.

    Sollte der leichte Panzer dagegen der letzte Überlebende sein, tut er gut daran, den Kampf auf Entfernung auszutragen und seine Vorteile der hohen Sicht und des guten Tarnwertes auszunutzen. Den Gegner aufklären, ihm einen Schuss verpassen und dann sofort in Deckung fahren ist gegen schwere Panzer und Jagdpanzer sehr effektiv. Sollte der Gegner aber noch einen schnellen Aufklärer haben, der sein Handwerk versteht, bestehen wenig Siegchancen.

    Technische Merkmale der leichten Panzerklasse

    Die Tarnung
    Wie schon erwähnt, besitzen leichte Panzer zumeist gute Tarnwerte, die denen der Jadpanzer sehr ähnlich sind. Allerdings gilt dieser Tarnwert auch während der Fahrt. Bedeutet, dass ein fahrender Light genauso gut getarnt ist wie ein stehender, was Spotting aus der Bewegung umso empfehlenswerter macht.

    Feuerkraft
    Allen leichten Panzern ab Stufe IV ist gemein, dass die Kanonen zwar eine gute DPM besitzen, aber verhältnismäßig wenig Durchschlagskraft, was den Frontalkampf gegen schwere Panzer so gut wie unmöglich macht. Hier kommt wieder die Fahrweise aus Punkt 2 im Abschnitt "Taktik" zum tragen.

    Nationen

    USA
    Die amerikanischen leichten Panzer gehören zu den schnellsten ihrer Zunft. Ab dem M5 Stuart kann man sich entweder für die Reihe zum T71 auf Stufe VII oder T49 auf Stufe VIII entscheiden. Die Panzer zum T71 verfügen über moderate Geschütze und passable Geschwindigkeiten. Teilweise auch über etwas Panzerung. Dagegen sind die leichten Panzer ab dem Chaffee bis hin zum T49 sehr verwundbar für HE Granaten. Die Geschütze sind relativ schwach und sind bis hin zum M41 Bulldogg nicht konkurrenzfähig, weil sowohl Schaden pro Schuss als auch Durchschlagskraft gering sind. Allerdings kann der T49 mit einer Besonderheit glänzen: Einer 152 mm Derpgun. Sie ist unpräzise und hat nur 150 mm Durchschlag auf der Standardmunition, allerdings kann er mit der HE in der Seite oder im Heck des Gegners enormen Schaden verursachen.

    Deutschland
    Ausgehend vom Panzer II G, über den VK 16.02 Leopard, den SP I C bis hin zum Ru 251 auf Stufe 8 geht die deutsche leichter Panzerreihe. Bis hin zum Leopard sind schwere 3cm Maschinenkanonen die Norm. Diese Panzer können schnell und vernichtend zuschlagen. Dabei kommt auch die Panzerung nicht zu kurz. Der VK 28.01 ist ein kleiner Sonderling in dieser Reihe. Er besitzt neben verhältnismäßig guter Panzerung und hoher Wendigkeit eine moderate Einzelschusskanone. Die Panzer SP I C und Ru 252 sind beide schnell und wendig, sind aber extrem anfällig für HE Granaten.

    T-54 lt.
    UdSSR
    Die Reihe der leichten Panzer beginnt hier beim BT-2 und BT-7, welche beide zu den schnellsten Panzern ihrer Klasse gehören und werden weiter zum A-20 geführt. Der T-34 auf Stufe 5 bricht die Reihe ein wenig, das es sich hierbei um einen mittleren Panzer handelt. Danach geht es aber konstant weiter. Der MT-25 hat ein ähnlich gefährliches Maschinengewehr wie der A-20.

    In die Klasse der Light-Medium-Hybride passen wohl der LTTB und der T-54 lt. am besten rein. Beide Panzer haben eine Panzerung, auf die ein mittlerer Panzer ihrer Stufe stolz wäre. Die Geschütze sind dieselben wie bei ihren russischen Pendants auf der Stufe. Dennoch bleibt ihnen die gute Geschwindigkeit sowie der gute Tarnwert und die hohe Sichtweite.

    Frankreich
    Mit Update 4.2 haben die französischen leichten Panzer Einzug in Blitz erhalten. Ab Stufe 6 handelt es sich dabei ausnahmslos um schnelle und wendige Fahrzeuge mit einem 3-Schuss Magazin. Ebenfalls haben alle einen Heckturm und keine wirkliche Panzerung. Größere Kaliber haben kein Problem damit, HE gegen die Franzosen einzusetzen. Allerdings können sie durch sehr gute Tarnwerte und hohe Sichtweiten punkten, was das sogenannte Counterspotten gegen andere leichte Panzer sehr einfach macht.
    Die Reihe endet in der Bat Chatillon 25 t. Die beiden BChats auf Stufe 9 und 10 sind bislang die einzigen leichten Panzer auf der Stufe und haben dieselben Tarnungseigenschaften wie alle anderen leichten Panzer. Dennoch müssen sie im Vergleich mit mittleren Panzern keinen Nachteil bei den Hitpoints in Kauf nehmen.

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