Pinned Psychologische Kriegsführung

    • Psychologische Kriegsführung

      Moin!

      So nach ein paar tausend Gefechten beobachtet man ja gewisse Verhaltensweisen und hat ein paar eigene Verhaltensweisen darauf entwickelt.

      Es gibt nach dem was ich beobachtet habe, diese "Typen" im Spiel. In Anlehnung an Brehms Tierleben hier eine nicht ganz ernst gemeinte Typisierung der Panzerfahrer. Ich habe ein bisschen überlegt ob das ein Tutorial ist und mich dann dafür entschieden, denn trotz allen Spaßes im Text hilft es doch sehr bei der Einschätzung der Gegner, Teammates und den Verhaltensweisen derselben.

      Viel Spaß!

      Und fühlt Euch gern aufgefordert, "Typen" die Ihr entdeckt zu ergänzen. Ich verlinke die Beiträge dann im Inhalt, wenn sie einer gewissen Qualität entsprechen. :)

      Inhalt

      Der Angsthase
      Der Kamikaze-Fahrer
      Uhu der Alleskleber
      Der Camper
      Der AFKler
      Der Taktiker
      Der General
      Der Funker
      Der Pseudo-Taktiker
      Der Lemming
      Der eilige Sieger
      Der Krawallmacher
      Der Verfolger
      John Wayne
      Der Angewurzelte (von Tank_17_19)
      Der Aasgeier (von Langer)
      Der Haudegen
      Der Ich-kauf-mir-einen-großen-weil-ich-es-kann-Typ
      Der einsame Wolf (von Bloodfrog666)
      Der Vollidiot (von Bloodfrog666)
      Der Ego-Shooter
      Der Tier 8-Premium-Tanks-Only-FAN (von Yolda)
      Der Tourist
      Der schreckhafte Daneben-Schießer
      Der Veteran (von Tobitombo)
      Der Anti-Mainstreamer (von Tobitombo)
      Bob der Baumeister (von Olic99)
      Der Beste
      Das freundliche Helferlein
      Rammbo
      Der Spanner (von mabureck)
      Der Uri Geller - in Ausbildung (von mabureck)
      Der Bauer (von mabureck)
      Der Eisenbahn Pionier (von mabureck)
      Die dicke Hose (von mabureck)
      Reinhold Messner (von mabureck)
      Der Farbenblinde (von mabureck)
      Das Sparbrötchen
      Der Zugtrottel (von mabureck)
      Der Scharfschütze (von mabureck)
      Der Parkplatzsucher
      Der blinde Passagier
      Der kommunikative Franzose
      Mister Wichtig (von mabureck)
      Der Vernünftige (von mabureck)
      Der Diskussionsfreudige
      Der Verwirrte
      Der Typ mit dem tödlichen Blick (von mabureck)
      Der Blockierer
      Der Entzückte
      Der Wackeldackel
      Der Jammerlappen
      Der Gesellige
      Der Auftragsjäger
      Der P.... äh Nicknameverlängerer
      Der Pusher/Drillsergeant (von @666thebad999)
      Das Hindernis (von @casusdeathmetal)
      Der Gotteskrieger
      Der Interessent
      Der Clan-Kommandant
      Der Andersüberleger
      Der Bademeister (von @schwarzwaldzombie79)
      Die Ecke
      Der Rückwärtsfahrer
      Otto Lilienthal (von @moritz_22)
      Der Designer
      Das Chamäleon (von @schwarzwaldzombie79)
      Die Dramaqueen (von @_sad1_)
      Der Gipfelstürmer (von @enxnt)
      Die Abrissbirne (von @enxnt)
      Chuck Norris (von @moritz_22)
      Der Eroberer
      Der Lauerer
      Der Individualist (von @cstelmach1975)
      Der Dino (von @3ZT4M)
      Der Heckenpenner (von @Mad_Tankbomb)
      Der Geologe (von @enxnt)
      Der Geisterfahrer
      Der Selfnoob (von @enxnt)
      Der Denunziant (von @schwarzwaldzombie79)
      Die Kakerlake (von @zerberus)

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    • Der Angsthase

      Häufigkeit: sehr häufig, abnehmende Tendenz mit höherer Tierstufe

      Verhalten: Sein Panzer ist ihm heilig. Bitte keine Schramme. Gar keine! Mit Granaten draufschießen, so behandelt man doch kein solches Fahrzeug! Aus diesem Grund zieht es der Angsthase vor, auch selbst nicht auf Gegner zu schießen, denn das ihm dasselbe zugefügt wird, das möchte er ja nicht. Deshalb muss man genau schauen, um einen Angsthasen zu entdecken, denn dicke Steine, Bebauungen oder Erdhügel sind ihm wie die schützende Garage.

      mögliche Strategie: Am besten vor dem Stein/Haus/Erdhügel warten, sich selbst spotten lassen, damit er so richtig Angst bekommt und dann so lange drohend mit der Kanone wackeln bis ein Teamkollege den schlotternden Angsthasen von hinten niedergemacht hat.
    • Der Kamikaze-Fahrer

      Häufigkeit: Manchmal, in Low Tier stärker vertreten

      Verhalten: Das Gegenteil vom Angsthasen. Entweder er sieht nicht gut oder ihm ist alles egal. Sehr gern fährt er schnelle Panzer, weil die so schön Staub aufwirbeln. Egal wer, was, wo steht, ob Freund, ob Feind, ob Stein, ob Hindernis. Drauf und los. Schaden? Egal? Tod? Auch egal. So fährt der Kollege auch auf der Autobahn.

      mögliche Strategie: Sich freuen und draufhalten. Wer gerne Tontauben schießt, wird mit dem Kamikaze-Fahrer seinen Spaß haben. Aber Achtung wenn man hinterherfährt, sich nicht davon anstecken lassen, der Weg führt manchmal auch ins feindliche Schussfeld.
    • Uhu der Alleskleber

      Häufigkeit: ab und zu, alle Tierstufen

      Verhalten: Offenbar ist sein Panzer magnetisch. Der Uhu wird wie magisch von dem eigenen Panzer angezogen. Egal wohin man fährt, egal wo man ist, Uhu ist ganz nah dabei. Selbst in Positionen in denen man selbst nur schwer hineinpasst, der Uhu quetscht sich mit rein. Wenn das dummerweise die Deckung ist, schiebt er dich auch ein Stück raus, damit er kuscheln kann.

      mögliche Strategie: Am besten stehenbleiben, dann sucht er sich vielleicht einen anderen Gegenpol. Ansonsten wird er keine Anstalten machen dich zu verlassen und hindert dich an jeder Aktion die du selbst ausführen willst.
    • Der Camper

      Häufigkeit: Sehr häufig

      Verhalten: Die kennen wir alle. Kuppe suchen, möglichst ungeschützt, draufstellen und die Augen ans Visier klemmen. Wenn in diesem beschränkten Sichtfeld etwas vorbeifährt, Schuss. Und sonst? Nichts. Keinerlei Reaktionen auf Ingame-Chat, SOS-Rufe, Sonstwas.

      mögliche Strategie: Fernhalten wenn man in deren beschränkten Sichtfeld herumfährt. Da die immer auf denselben Hügeln stehen, sind es auch immer dieselben Schussfelder, die man gerade am Anfang des Spiels meiden sollte. Im fortgeschrittenen Spiel gern ganz herum fahren, sich genau hinter den Camper stellen und schießen. Er wird seine Position nicht verlassen.
    • Der AFKler

      Häufigkeit: leider immer öfter, alle Tierstufen

      Verhalten: Panzer parkt auf der Karte an der Ausgangssituation, Spieler ist entweder technisch getrennt oder schaut gerade fasziniert "Bauer sucht Frau" anstatt zu spielen. Leider auf zweierlei Weise gefährlich: Spotten können die einen immer noch, was unter Umständen zu einem Ziel für Camper führt oder - wenn ein anderer aktiver Gegner in der Nähe ist - werden Teamkollegen gern vom aktiven Gegner auf den AFKler gelenkt und schießen auf den anstatt auf den der sich wehrt.

      mögliche Strategie: Gegen Ende des Spiels bei vielen erledigten Gegnern die AFKler gemütlich wegputzen.
    • Der Taktiker

      Häufigkeit: selten, in höheren Tierstufen manchmal bis häufig

      Verhalten: Das sind die Leutchen, die den Eimer fahren können und es raus haben in wechselnden Situationen auch wechselnde Strategien einzusetzen. Brandgefährlich, denn die räumen im Alleingang oft zwei, drei Gegner im Dogfight weg. Man erkennt sie an scheinbar sinnfreien Bewegungen wie Turmwackeln im Dogfight, Wanne vor ein Hindernis schieben oder überhaupt Bewegungen, die man spontan so nicht erwartet.

      mögliche Strategien: Wenn man selbst kein Taktiker ist, möglichst weit weg bleiben und wenn sich die Chance bietet einen Schuss setzen und dafür eher die anderen Gegner vernachlässigen.
    • Der General

      Häufigkeit: Selten

      Verhalten: Fährt fast gar nicht, da er nur im Ingame-Chat aktiv ist und "Anweisungen" verteilt. Hält sich für den geborenen Strategen, jedoch kommt es oft genug vor, dass Mr. Überblick ebendiesen nicht hat und das Team nicht nur deshalb abraucht, sondern auch deshalb weil vorn eine Kanone fehlt.

      mögliche Strategien: Diskussion im Ingame Chat mit allen Spielern anfangen, dann wird es ein Unentschieden, weil keiner mehr kämpft.
    • Der Funker

      Häufigkeit: Ab und zu, eher Low Tier

      Verhalten: Er hat die Schnellbefehle entdeckt "SOS" "Basis" "Lade nach"... etc. Und er ist so erfreut darüber das es piept und dingelt, dass er seinen Daumen nicht von diesen Funker-Knöpfen lassen kann. Erzeugt manchmal bleibende Schäden wie Tinnitus, findet aber den Knopf für die Kanone eher nicht.

      mögliche Strategie: Die kann man leider nur im eigenen Team identifizieren und dann nur den Ton abstellen. Für dreimal hintereinander "Lade nach" etc. wäre es nett von den Programmierern, dass damit die Selbstzerstörung ausgelöst wird.
    • Der Pseudo-Taktiker

      Häufigkeit: Manchmal

      Verhalten: Fällt auf durch aktive, aber nicht immer richtige Spielweise und ist meist einer der ersten der abgeraucht ist. Schimpft danach im Ingame-Chat immer über das "Noob Team". Besonders aggressive Pseudo-Taktiker lassen den ein oder anderen Flame nach dem Match auch noch per Ingame-Message los. Spätestens an den Stats kann man ihn dann entlarven.

      mögliche Strategie: Seinen abgerauchten Panzer kann man immer noch als Deckung benutzen.
    • Der Lemming

      Häufigkeit: Oft

      Verhalten: Ich fahre dahin wo andere hinfahren. Fahren die alle woanders hin, weiß ich nicht was ich machen soll. Mich findet man niemals ohne Gruppe, ich brauche einen Anführer der mir zeigt wo ich lang fahren soll. Immerhin kann ich auch mal schießen, wenn mein Anführer das auch macht. Sonst im Leben bin ich ein Hund und brauche ein Herrchen.

      mögliche Strategien: Von hinten oder mit mehreren Teammates den Lemmingtrain aufreiben. Lemmingtrainer verfallen in Orientierungslosigkeit. Sie schießen zwar, decken sich selbst aber nicht sehr und wissen auch nicht wo sie hin schießen.
    • Der eilige Sieger

      Häufigkeit: Mittel, eher Low Tier

      Verhalten: Die Spielbeschreibung hat ausgesagt, dass man gewinnt, wenn man entweder das gegnerische Team komplett killt oder die Base erobert. Da er es eilig hat, dauert es ihm zu lange, sieben Gegner abzuschießen und stürmt dabei sofort nach Ablaufen des Startcoutdowns zur Base. Und stellt sich dann da hin. Gewonnen. Ich! Was allerdings nicht in der Spielbeschreibung stand ist die Tatsache, dass man die Base auch 100 Sekunden halten muss. Deshalb kapiert er es auch nicht, selbst wenn er in der Base herumstehend vom Gegner massakriert wird.

      mögliche Strategie: Ganz schwierig. Der eilige Sieger kann sogar Glück haben, dass das eigene Team den Gegner beschäftigt bis die 100 Sekunden um sind. Kommt vor. Die Chancen erhöhen sich für den Stürmer wenn man mitstürmt und hofft, wenigstens zu zweit die Gegner an der Base besiegen zu können. Klappt auch oft nicht. Daher den Typ am besten gedanklich streichen und sich damit abfinden, wenigstens zu sechst die sieben anderen besiegen zu können.
    • Der Krawallmacher

      Häufigkeit: sehr häufig in low Tier, ab und zu in höheren Tierstufen

      Verhalten: "Hurra ich hab 'ne Kanone, brauch keinen Waffenschein und darf schießen so viel wie ich will." Damit hat der Krawallmacher natürlich recht, jedoch nicht zuende gedacht. Er stürmt vom Stand her los und sobald der Reload-Kreis grün ist macht er "BUMM". Und wieder, und wieder... befindet er sich innerhalb eines Lemmingtrains, sorgt er so gern dafür, dass der Gegner schnell mitkriegt, wo es Stahl zu zerbatzen gibt. In so einem Moment ist es dann ganz dumm, dass der durch Knallpeng herbeigerufene Gegner nicht beschossen werden kann, weil der Reload-Kreis gerade rot ist. Tja, Pech. Komisch auch, dass die Credit-Bilanz am Spielende immer so negativ ist.

      mögliche Strategie: Vom Krawallmacher fernhalten. Bewährt hat sich, in weitem Abstand hinterherzufahren, wenn er einen guten Weg nimmt. Dann steht er nämlich mit rotem Reload alleine vor dem gespotteten Feind, den man dann selbst aus der Entfernung beharken kann. Man selbst hat ja Munition gespart, oder nicht?
    • Der Verfolger

      Häufigkeit: Manchmal, alle Tierstufen

      Verhalten: Eigentlich ein ganz guter Spieler. Bis zu dem Punkt an dem der für ihn magische Moment eintritt: Er sieht einen Gegner fliehen. Das setzt bei ihm Adrenalinschübe und Verhaltensmuster in Gang, die die Menschheit vor ihrer Entwicklung aus der Primatengattung heraus zur Nahrungsbeschaffung einsetzten. Bei ihm ist das immer noch vorhanden, denn sein Sichtfeld verengt sich auf Tunnelgröße und das Kleinhirn übernimmt die Kontrolle. Denn wohin flieht der Gegner meist? Genau, zu seinen Kollegen, die den Verfolger schon sehnsüchtig erwarten.

      mögliche Strategie: Wenn nur noch wenig Gegner übrig sind, kann es sich lohnen den Verfolger zu verfolgen, denn Spotting und einen vor den Latz kriegen nimmt er einem freundlicherweise ab. Das könnte der Moment sein, in dem die eigene Stunde schlägt. Sind noch alle Gegner wohlauf, hilft nur ein stilles Gedenken an ihn, denn er wird nicht mehr lang im Team weilen.
    • John Wayne

      Häufigkeit: Manchmal, alle Tierstufen

      Verhalten: Die Karte ist zu klein für uns beide, einer muss gehen... raunt er dir im Stillen zu, während er auf alles schießt was er gesehen hat. Der Haken dabei: Er schießt, aber zielt nicht. Zumindest fällt es ihm schwer, bewegliche Ziele zu treffen. Ebenso fällt es ihm schwer zu glauben, dass er - oft Hulldown in einem Loch steckend oder so halb hinter einem Stein stehend - nun auch gesehen wurde. Gut erkennbar am Turm, der sich den eigenen Bewegungen hinterherdreht und exakt dann feuert, wenn der Reload-Kreis grün ist. Egal ob das Ziel eben drin ist oder nicht.

      mögliche Strategie: Selbst mit dem langsamsten Eimer reichen kleine Bewegungen vor ihm und etwas aufreizendes Herumgetänzel, seiner Kanone wirkungslose Granaten zu entlocken. Hört man dieses Zischen der vorbeifliegenden Granate, kurz stehenbleiben, zielen, BÄMM. Der steht immer noch halb in oder hinter seinem Hindernis. Mindestens ein Kettenschuss ist immer drin.
    • Der Angewurzelte

      (Gastbeitrag von Tank_17_19)

      Verhalten: Diese Spezies unterscheidet sich vom "kleinen Camper" an seinem anfänglichen hyperaktivem Bewegungsdrang. Sobald er aber ein ziel entdeckt hat, heisst es draufhalten, am Anfang ungesehen, das motiviert ihn wie angewurzelt an ort und stelle zu verharren. wird er dann gespotted, ändert er nichts, bewegt sich nicht, nimmt keine Deckung, winkelt nicht an. Nix. Regungslose Stille. Er hat ein ziel das muss vernichtet werden. Bekommt er dann treffer, meist nach kurzer Zeit, dann von allen Seiten.

      Egal. Er bleibt standhaft bis er abraucht.

      mögliche Strategie: Draufhalten, draufhalten, draufhalten.
    • Der Aasgeier

      (Gastbeitrag von Langer)

      Verhalten: Die Aasgeier verweilen möglichst dauerhaft hinter Deckung, bis ein Mitspieler einen feindlichen Panzer so weit heruntergeschossen hat, dass sie selbst nur noch einen Schuss benötigen um diesen auszuschalten. Dann nämlich verlassen sie urplötzlich ihren Schutz um vermeintlich gefahrlos den "Fangschuss" ansetzen können um so wenigstens etwas ihre K/D Statistik aufzupolieren und um gleichzeitig das Risiko von Retalation gering zu halten. Auch gut zu beobachten bei AFK-Panzern und Überbleibsel, wo sie ihren Schuss möglichst bis auf den "geeigneten Moment" hinauszögern.

      mögliche Strategie: Leider keine, mit diesen Leutchen muss man leben.
    • Der Haudegen

      Häufigkeit: extrem selten, fast nie in Tierstufen < VII

      Verhalten: Der ist unglaublich. Man hat das Gefühl er ist überall zugleich. Das was der Taktiker macht, macht der Haudegen dazu noch bei voller Fahrt. Deshalb bevorzugt er auch Kampfschweinpanzer die Speed machen. Trotz oder wegen extrem schneller Bewegungen schafft er es, die feindlichen Granaten meist abprallen oder vorbeifliegen zu lassen und stattdessen auch noch beim Gegner punktgenau zu zielen und zu treffen. Es wurden schon Haudegen gesichtet, die auf ihrem Weg eine Spur brennender Gegner hinterließen. Mit einem Haudegen (oder sogar zwei im Zug) wird der Rest des Teams zu Statisten, die vom Haudegen lediglich taktisch (z. B. kurz als Deckung) eingesetzt werden. Erkennbar sind die Typen nicht nur am Verhalten, sondern auch an den Stats. Das Schadensverhältnis befindet sich nahe der 2 und der verursachte Schaden im Ergebnis ist fast immer mindestens doppelt so hoch wie die HP des Haudegen-Eimers.

      Strategie: Man kann versuchen ein paar Teammates zu mobilisieren, gemeinsam auf den Haudegen loszugehen. Es braucht mindestens drei gleichwertige oder höhere Fahrzeuge die von verschiedenen Seiten kommen, um den auszuschalten. Die allerbeste Strategie ist jedoch, sich mit dem Haudegen zu befreunden und mit ihm Zug zu fahren.
    • Der Ich-kauf-mir-einen-großen-weil-ich-es-kann-Typ (ergänzend.: und ab und an auch mal eine P****-Verlängerung)

      Häufigkeit: Nach Veröffentlichung von High-Tier-Premium-Panzern extrem häufig, sonst wenig, in hohen Tierstufen

      Verhalten: WG hat einen neuen dicken Panzer rausgebracht? Der hat ordentlich Knallwumms? Sieht geil aus? Her damit. Egal was der kostet und was ich selbst damit anstellen kann. Denn ich will ja nur mein Umfeld beeindrucken. Das mach ich sonst auch mit Goldkette, Ray Ban und Porsche (in 72 Monatsraten, selbstverfreilich). Nun sitz ich also zum ersten Mal hinter dem Steuer dieses dicken Geschosses. Und jetzt? Hey, wo denn hinzielen? Der bewegt sich ja komisch. Ups.... abgeraucht. Das dumme ist, das passiert mir immer wieder. Ist ja fast wie im richtigen Leben, in dem die Mädels trotz P****-Verlängerung nicht so ganz auf mich fliegen wie ich mir das vorgestellt habe. Naja, von Papis Erbe ist ja noch genug übrig...

      mögliche Strategie: Da der relativ schnell sichtbar ist, weil er wo steht wo er in der Panzerklasse nicht stehen sollte oder Dinge tut, die man mit dem Ding oder niemals tun sollte, jeweils die Fahrzeugstrategie anwenden (beim aktuellen TD von der Seite/hinten kommen und Peng) und dann nicht weiter über den Stoffel nachdenken.
    • Der einsame Wolf

      (Gastbeitrag von Bloodfrog666)

      Das komplette Gegenteil des Lemmings. Zumeist ein Medium, der meint es mit der ganzen Welt aufnehmen zu können. Stoisch geht der Wolf seinen Weg, abseits aller anderen, denn sein Weg ist der einzig wahre und das Ziel, welches er alleine kennt wohl nur ihm offenbar. Dieser unterscheidet sich wiederum in zwei Kategorien. Kategorie Nummero Uno ist im wahren Leben wohl die Sorte Mensch, die bereit ist ihre Ernährung komplett auf Sägemehl umzustellen weil herkömmliche Lebensmittel ja zu Mainstream sind. Egal, Hauptsache anders. Also wird erstmal geschaut wo denn die Kameraden hinfahren und dann eine hundertachtziggrad Drehung vollzogen. Die Kolonne fährt und der Kollege biegt an einer völlig sinnfreien Weggabelung ab und verlässt das Wolfsrudel. Fassungslos beobachtet von seinem Team steht er allein in der Mitte der Map. Und dort bleibt er dann. Warum? Genau, Panzerwracks können meist schlecht weiterfahren.

      Kategorie Nummer zwei kann mit Sägemehl wenig anfangen. Schließlich ist generell der Kopf jedes einzelnen Teammitgliedes mit solchem gefüllt. Denkt er. Deshalb rotieren in seinem Kopf bereits im ladebildschirm schon sämtliche frisch geölten Zahnräder um die bestmögliche Strategie zu finden. Immerhin muss ja einer wissen was zu tun ist und das ist Grandmaster Lonewolf himself. Also wird während des Countdowns fix "All to Hill" getippt, "Angriff" gefunkt und ab geht die Luzie. Dumm nur, wenn keiner mitfährt und sich die Strategie erübrigt. Dumm? Wir erinnern uns, dumm sind nur die anderen. Also wird am Plan festgehalten und ganz alleine drauflosgefahren. In den meisten Fällen sieht sich unser Wölfie mindestens drei feindlichen Panzern gegenüber, die ihn binnen Sekunden wegrauchen. Deckung hat man sich ja nicht gesucht, weil man zu beschäftigt war das eigene Team auf seinem völlig falschen Pfad zu begutachten. Natürlich liegt die Schuld bei anderen. Nach dem eigenen Ableben wird fleißig geschimpft wie ein Rohrspatz und angemerkt, dass man gewonnen hätte, hätte man auf ihn gehört und ihn nicht allein gelassen. Selbstherrlich wird er das Gefecht verlassen, schließlich werden seine Taten von nachfolgenden Generationen (aka dem Gegnerteam) an den Lagerfeuern (aka sein kokelndes Wrack) besungen werden.

      Strategie: links liegen lassen, im wahrsten Sinne des Wortes.
    • Der Vollidiot

      (Gastbeitrag von Bloodfrog666)

      Was der tut, erfahren Sie hier. Beschriebenes kann mit einem verbissenem Kopfnicken quittiert und ausgebaut werden. Für das aufleben mühsam begrabener Traumata ist der Autor nicht verantwortlich.

      Verhalten:

      -der Vollidiot beginnt das Gefecht mit "nehmt die Basis ein!"
      -der komplette Vollidiot versucht das auch und nützt seinem Team dabei soviel wie Herpes auf dem Abschlussball
      -der Vollidiot nimmt "Mann, der Turm vom Jackson sieht aus wie eine Badewanne" wörtlich und ertränkt seinen Panzer auf Kastillien
      -der Vollidiot fährt mit Kanone voran als Med auf einen Hightier Heavy zu...natürlich rückwärts
      -der Vollidiot schafft es, seine Position so einzunehmen, dass er sowohl exakt in der Schnittstelle der Schusslinien zweier sich eingegrabener Gegner steht, als auch seinem Teamkollegen die Sicht versperrt
      -der Vollidiot verlässt sich auf sein Team
      -der Vollidiot schickt sich an, die Basis einzunehmen, wenn nur noch ein Gegner am Leben ist, sein Team noch über sechs Spieler verfügt und das Spiel noch vier Minuten läuft.
      -der konsequente Vollidiot wird sich auch von verzweifelten, flehenden und höflichen Bitten (etwa "out of base pls, less xp", "could you pls go outta there?", "get the f*** out you mother****** son of a ******, your mom *****!!!!)"
      -der Vollidiot versucht mit Vollgas die rote Linie zu durchbrechen...selbstverständlich auf Seiten des eigenen Startpunkts.

      mögliche Strategie: Um Hilfe schreien!
    • Der Ego-Shooter

      Häufigkeit: Offenbar doch öfters als man denkt

      Verhalten: Der Gefechtscountdown hat gerade runtergezählt und schon klebt der Ego-Shooter mit beiden Augen im Sniper-Modus am Winkelspiegel. Er ist so fasziniert vom kleinen Aussschnitt der Landschaft, den er dort in maximaler Vergrößerung sieht, dass es ihm Schreie der Entzückung entlockt, in diesem Sichtmodus über das grüne wogende Gras zu fahren. Zwar kommt es schonmal vor, dass er auf diese Weise in Freund und Feind reinsemmelt, aber hey, pass doch auf und fahr mir nicht in mein beengtes Sichtfeld! Manchmal, aber nur manchmal fährt ganz zufällig über die 0,057 % des für den Ego-Shooter sichtbaren Kartenausschnittes ein Gegner, der dann auch noch netterweise direkt im Fadenkreuz anhält und stehenbleibt. Dann, Schuss, Treffer und der Tag hat sich für den Ego-Abshooter mal wieder gelohnt.

      mögliche Strategie: Sehr einfach zu erledigen. Man fährt einfach hinter ihm. Mangels Rückspiegel wird er es nicht merken. Und dann immer bei Reload direkt in den Hintern feuern. Leichtes Ziel selbst für Lowtier. Erkennbar ist er daran, dass er desöfteren mal irgendwo gegen fährt oder insgesamt im Fahrverhalten etwas betrunken wirkt.
    • Der Tier 8-Premium-Tanks-Only-FAN

      (Gastbeitrag von Yolda)

      Häufigkeit: Tritt seit Androideinführung noch öfter auf.

      Zu erkennen an: Tier 8 Premium-Tank, vorzugsweise T34 oder seltener Löwe sowie KV-5 / JT 8.8

      Verhalten: Völlig unfähiger Spieler, oft als Toptier tritt er in Kombination mit einer der vorgenannten Eigenschaften auf. Sowohl der suizidale erster Sieger als auch der Hügel-Base-Camper wurden beobachtet. Keinerlei Beweglichkeit oder Mapgefühl.

      Strategie: Im eigenen Team gut zu erkennen, man halte sich fern von ihm, nutze ihn als Schild, wenn die Gegner auf ihn schießen nutze die Gelegenheit. Verlasse dich keinesfalls auf seine Tier 8-Fähigkeiten. Du wirst böse überrascht sein. Als Gegner erkennt man ihn wenn man ihn vor sich hat. Auch im T34 mit Standardmunition tut er öfter mal weh. Mit Beweglichkeit, umkreisen oder generell allem ausser stehenden Lowtiergegner völlig überfordert... abknallen und weiter!
    • Der Tourist

      Häufigkeit: In der Variante "planlos" bis Tier IV häufig, danach in der Variante "Reiseroute" ab und an

      Verhalten: Das Spiel beginnt. Die Vögel zwitschern, die Motoren blubbern. Vor dem Touristen liegt ein riesiges Areal aus wunderschöner Landschaft. Grüne Bäume, knuffige Städtchen die zum Besichtigen und Verweilen einladen, rauschende Flüsse und malerische Seen. Deshalb packt der Tourist die mitgeführte Kanone gleich wieder ein und den Fotoapparat aus. Der Reiseführer hat ihm nämlich extra für das Abfahren aller Sehenswürdigkeiten eine Reiseroute aufgemalt, die selbstverständlich exakt so absolviert werden muss. Man muss ja den Daheimgebliebenen etwas erzählen können. Während man mit dem freundlicherweise von Wargaming zur Verfügung gestellten Gefährt nun die schönsten Plätze nach und nach abfährt, treffen merkwürdigerweise von bisher gar nicht bemerkten Teamkollegen wilde Flüche über Funk ein. Sowas stört natürlich beim Betrachten der Landschaft. Naja, die Störer sind weit weg, meist in einer ganz anderen Ecke der Landschaft. Und die Funksprüche werden auch immer weniger, genauso wie die Störer...

      mögliche Strategie: Die Qual der Wahl. Mit dem Touristen auf Tour gehen, denn zumindest als Deckung ist er noch nütze, sollte das Landschaftbetrachten durch so einen komischen roten Panzer gestört werden oder sich eher der Allgemeinheit anschließen und die fehlende Kanone gedanklich abschreiben. Moment! War da nicht noch eine zweite schöne Route, die ich selbst abfahren kann?
    • Der schreckhafte Daneben-Schießer

      Häufigkeit: in allen Tierstufen > IV ca. 1/4 aller Spieler in bestimmten Situationen

      Verhalten: Der schreckhafte Daneben-Schießer ist vermutlich ein Typ Angsthase, der sich mental etwas weiter entwickeln konnte. So ist er zwar immer noch vorsichtig und auf der Hut vor dem bösen, bösen Feind, doch ist es ihm ein ehrliches Anliegen geworden sein Team zu unterstützen und ein Held zu sein. Allerdings ist es mit dem Helden schnell vorbei, wenn denn dann der böse, böse Feind tatsächlich auftaucht, die Kanone auf ihn richtet und....BUMM.... die Panzerung des Schreckhaften leicht lädiert wird. Der die ganze Zeit vorsichtig über dem Auslöseknopf gehaltene Daumen zuckt unkontrolliert und feuert eine Granate... ins Nirgendwo. Sein Adrenalinspiegel jedoch ist durch kassierten Treffer in gesundheitlich bedenkliche Bereiche geraten, sodass die Grobmotorik des Schreckhaften jetzt die Kontrolle über sein Verhalten übernommen hat. Denn das hektische Betätigen des Auslöseknopfes ist ab diesem Moment die einzige Bewegung zu der er fähig ist. Mit entsprechend freudigem Grinsen beim roten Gegenüber.

      mögliche Strategie: Erkennbar am wilden Zucken des Kanonenrohrs spürt man den virtuellen Schweiß auf der Stirn des Schreckhaften meist schon beim Angesicht-zu-Angesicht. Dann wird die Strategie sehr einfach. Man stelle sich einfach direkt vor ihn und feuere ihn in Grund und Boden. Er wird dich partout nicht treffen. Am Ende des Spiels bringt eine Trefferquote von < 60 % des Schreckhaften das Elend meist an den Tag.
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